25 Reiseteilnehmer aus der Pfarreiengemeinschaft Au/Osterwaal haben kürzlich Nordgriechenland besucht und dabei viele wunderbare Eindrücke sammeln dürfen.
Vom Flugplatz in Thessaloniki ging es über einen Zwischenstopp beim Löwendenkmal nach Kavala. Am Hafen von Kavala hat Paulus zum ersten Mal europäischen Boden betreten. An der beeindruckenden Stelle, wo die Purpurhändlerin Lydia von Paulus getauft wurde, feierte die Gruppe einen gemeinsamen Gottesdienst. Daran schloss sich der Besuch der Ausgrabungen von Philippi an, einer damals in Blüte stehenden Stadt, in der Paulus die christliche Gemeinde gegründet hat. Großartig war auch die Schifffahrt am Berg Athos, wo viele Klöster in der felsigen Landschaft errichtet worden sind. Auf den Spuren des Paulus ging es dann weiter nach Thessaloniki mit seinen bedeutenden Unesco-Welterbestätten. Im Archäologischen Museum bestaunten wir den filigranen Goldschmuck und die vielen tollen Zeugnisse aus früheren Zeiten. Auch der Besuch der Hügelgräber aus makedonischer Zeit hinterließ einen tiefen Eindruck. Die Fahrt ging weiter nach Vergina, dem antiken Aigai, der ersten Hauptstadt Makedoniens. Hier wurde das Grab von Philipp II. von Makedonien entdeckt, welches glücklicherweise nicht von Grabräubern geplündert wurde. Auch hier konnten wir über die Kunstfertigkeit der Menschen damals nur staunen. Im antiken Pella, der zweiten Hauptstadt, wo Alexander der Große, Sohn von Philipp II. geboren wurde, bestaunte die Gruppe einige der schönsten Mosaiken des Landes, unter anderen eines, das Dionysos auf einem Panther zeigt. Durch eine landschaftlich wunderschöne Gegend führte die Fahrt um den Olymp, den Sitz der Götter, herum zu den herausragenden Meteoraklöstern. Auf steil abfallenden Felsen sind diese Klöster errichtet und bis heute Orte der Besinnung und des Gebetes. Hier kann nur mit größter Bewunderung die Bauten betrachten und in sich aufnehmen. Die Gruppe erhielt zunächst eine Einführung in die Entstehung von byzantinischen Ikonen und hatte dann die Gelegenheit, zwei der Klöster eingehend zu besuchen und über die Fülle der Ausmalungen in den Kirchen zu staunen. Die biblische Geschichte ist in unzähligen Bildern detailliert dargestellt. Ein bleibendes Erlebnis für alle, die dort waren. Auf der Reise durfte die griechische Gastfreundschaft nicht fehlen, die die Gruppe täglich genießen durfte. Am Abend vor der Rückreise gab es in einem schönen Bergdorf in einer Taverne ein typisches griechisches Abendessen. Vor dem Abflug aus Thessaloniki wurde noch eine kleine Bootsfahrt unternommen, um die Stadt vom Wasser aus zu betrachten. Der Blick von der Akropolis auf den historischen Kern der Stadt rundete schließlich eine ereignisreiche Rundreise durch Nordgriechenland ab, von der die Mitreisenden glücklich und mit vielen Eindrücken nach Hause zurückkehrten.
(Foto und Text: Clemens Voss)